Ideen

Wohnortwechsel in den Norden – ein Zukunftsmarkt

Unter dieser Überschrift möchte ich auf einen deutlich zunehmenden Trend aufmerksam machen: Immer mehr Menschen aus den Ballungsgebieten Deutschlands – insbesondere aus Nordrhein-Westfalen – beschäftigen sich aufgrund veränderter Lebensumstände mit einem Wohnsitzwechsel.
Der Wunsch, den oftmals lauten und stark verdichteten Metropolregionen den Rücken zu kehren und stattdessen in einer ruhigeren, naturnahen Umgebung zu leben, führt viele Interessenten in den Nordwesten Deutschlands. Besonders gefragt sind Regionen wie Ostfriesland, Wesermarsch, Ammerland, Emsland und Friesland. Für besonders entschlossene Käufer kommen sogar die ostfriesischen Inseln als dauerhafter Wohnsitz in Betracht.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, sondern um dauerhaft nutzbare Wohnimmobilien wie Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder Doppelhaushälften. Entsprechende Kaufanfragen erreichen meine Maklerkollegen regelmäßig.
Häufig suchen Interessenten eine Immobilie in Nordseenähe, die zunächst für einen Zeitraum von acht bis zwölf Jahren vermietet werden soll. Nach Ablauf des Mietverhältnisses wird die Immobilie modernisiert oder renoviert, bevor die Eigentümer schließlich selbst in den Norden ziehen.
Für dieses Marktsegment ergeben sich interessante Kooperationsmöglichkeiten zwischen Maklern in den Ballungsgebieten und Kollegen in den norddeutschen Zielregionen. Da dieses Geschäftsfeld kontinuierlich an Bedeutung gewinnt, planen wir die Entwicklung einer spezialisierten Internetplattform – voraussichtlich unter der Adresse „[www.Küstenhäuser.de“](http://www.Küstenhäuser.de“).
Das Kooperationsmodell ist vergleichsweise einfach aufgebaut: Der norddeutsche Makler präsentiert geeignete Immobilien auf der Plattform. Zugriff auf die Angebote erhalten ausschließlich kooperierende Makler aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet sowie aus weiteren Herkunftsregionen der Interessenten. Der regionale Makler übernimmt die Betreuung des Suchkunden vor Ort, organisiert Besichtigungen, begleitet die Kaufinteressenten durch den gesamten Kaufprozess und kümmert sich um die Vorbereitung des notariellen Kaufvertrags sowie alle weiteren Schritte bis zum erfolgreichen Abschluss.
Da der überwiegende Teil der operativen Arbeit beim regionalen Makler liegt, sollte dies bei der Aufteilung der Provision angemessen berücksichtigt werden. Gleichzeitig eröffnet sich für den vermittelnden Makler aus Nordrhein-Westfalen häufig die Möglichkeit, die bisherige Immobilie des Kunden – sei es ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung – zu vermarkten. An diesem Geschäft beteiligt sich der norddeutsche Kollege nicht.
Mich interessiert Ihre Einschätzung: Wie bewerten Sie dieses Geschäftsfeld und die damit verbundenen Kooperationsmöglichkeiten?